Wissenschaftlicher Hintergrund von Charged Multiscan.
Wie es funktioniert
Der Multiscan basiert auf Funktionsanalysen und physiologischen Daten – nicht zu verwechseln mit bioenergetischen Scans oder Bioresonanztechniken. Es handelt sich um ein computergesteuertes System, das gesammelte Daten mithilfe wissenschaftlich validierter Technologien visualisiert. Diese Visualisierungen bestehen aus Bildern, Diagrammen und maßgeschneiderten Grafiken, die wertvolle Einblicke in die Funktionsweise Ihres Körpers und Ihren allgemeinen Gesundheitszustand bieten. Die Ergebnisse dienen als Ausgangsbasis für die Überwachung und als Referenzpunkt, um Ihre Fortschritte im Laufe der Zeit zu verfolgen.
Nachfolgend finden Sie Erläuterungen und wissenschaftliche Hintergründe zu den vom Multiscan verwendeten Technologien:
Herzfrequenzvariabilität (HRV)
Digitale Pulswellenanalyse (DVPA)
Galvanische Hautreaktion (GSR/EDA)
Bioimpedanzanalyse (BIA)
Herzfrequenzvariabilität (HRV)
HRV misst die Schwankungen im Zeitintervall zwischen aufeinanderfolgenden Herzschlägen, ausgedrückt in Millisekunden (ms). Es ist ein wichtiger Indikator für die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit des autonomen Nervensystems und spiegelt das Gleichgewicht zwischen folgenden Faktoren wider:
Das parasympathische Nervensystem (Rest-and-Digest), das die Herzfrequenz verlangsamt und für mehr Variation sorgt (höhere HRV).
Das sympathische Nervensystem (Kampf-oder-Flucht-Reaktion), das die Herzfrequenz beschleunigt und die Variabilität verringert (niedrigere HRV).
Die HRV gilt aufgrund ihres direkten Einflusses auf die Herzaktivität und ihrer breiten wissenschaftlichen Grundlage allgemein als die effektivste Methode zur Beurteilung des Gleichgewichts des autonomen Nervensystems. Die HRV ist jedoch stark individuell geprägt, was Vergleiche zwischen Personen erschwert. Regelmäßige HRV-Messungen helfen dabei, persönliche Trends und Entwicklungen im Laufe der Zeit zu erkennen.
Wissenschaftliche Referenzen:
Digitale Volumenimpulsanalyse (DVPA)
Die Photoplethysmographie (PPG) ist eine nicht-invasive Technik, die mithilfe optischer Sensoren Veränderungen des Blutvolumens misst.
Diese Methode wird häufig zur Bestimmung der Herzfrequenz und des Sauerstoffgehalts im Blut eingesetzt und liefert wertvolle Erkenntnisse über die kardiovaskuläre Gesundheit.
Die Form der Pulswellen liefert Informationen über die Arteriensteifigkeit, den Gefäßwiderstand und die allgemeine Herz-Kreislauf-Funktion.
Der digitale Volumenpuls (DVP) reagiert ähnlich wie der Druckpuls auf Veränderungen der Arterienspannung und Alterungsprozesse. Durch die Analyse dieses Pulses können wir die Eigenschaften der Blutgefäße beurteilen.
Die arterielle Pulswelle besteht aus zwei Hauptkomponenten: einer Vorwärtswelle und einer reflektierten Welle. Die Geschwindigkeit der reflektierten Welle ist ein wichtiger Indikator – steifere Blutgefäße sorgen für eine schnellere Reflexion, was sich auf den systolischen Blutdruck auswirkt.
Wissenschaftliche Referenzen:
Galvanische Hautreaktion (GSR) / Elektrodermale Aktivität (EDA)
Die GSR misst die elektrische Leitfähigkeit der Haut als Reaktion auf äußere Reize.
Es handelt sich um einen physiologischen Indikator, der vom autonomen Nervensystem, insbesondere vom sympathischen Nervensystem, gesteuert wird.
Wenn jemand emotional erregt, ängstlich oder gestresst ist, nimmt die Aktivität des sympathischen Nervensystems zu. Dies führt zu einer erhöhten Schweißproduktion und Veränderungen in der Leitfähigkeit der Haut. Die galvanische Hautreaktion (GSR) ist ein gut dokumentierter und wissenschaftlich validierter Maßstab für physiologische Erregung. Der Begriff elektrodermale Aktivität (EDA) wird oft als Synonym verwendet.
Wissenschaftliche Referenzen:
Bioelektrische Impedanzanalyse (BIA)
Bei einer multisegmentalen BIA-Messung werden schwache elektrische Ströme durch den Körper geleitet. Verschiedene Gewebe – wie Fett, Muskeln, Knochen und Wasser – bieten jeweils einen unterschiedlichen Widerstand. Durch die Messung dieser Widerstände kann die BIA die Körperzusammensetzung einschätzen.
Die Ergebnisse der BIA geben unter anderem Aufschluss über:
Fettanteil
Muskelmasse
Gesamtkörperwasser
Weitere wichtige Gesundheitsindikatoren
Die BIA wird häufig im Gesundheitswesen und in der Fitnessbranche eingesetzt, um die Gesundheit und Fitness einer Person zu beurteilen und über einen längeren Zeitraum zu beobachten.
Wissenschaftliche Referenzen: